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DIE ZUKUNFT DER BIBLIOTHEKEN IST «DIGITAL FIRST»

Von Boris Zetterlund

Die Bibliotheken der Zukunft – und vielleicht sogar schon die von heute – müssen ihre Arbeitsweisen im Hinblick auf ihre Metadaten wahrscheinlich grundlegend ändern. In modernen Bibliotheken stammen immer mehr dieser „Katalogdaten“ aus anderen Quellen oder liegen digital vor. Darunter fallen gescannte Dokumente aus der lokalen Geschichte ebenso wie E-Books und Online-Informationen. Diese Daten sind natürliche Bestandteile einer modernen Bibliothek. Eine Alternative ist es, die Bibliotheken für Metadatenformate zu öffnen und „digital first“ zu werden.

Vor allem müssen die Metadaten der Bibliothek dem Suchverhalten der Benutzer angepasst werden. Die Fragen der Benutzer sollten sofort beantwortet werden. Alle Bibliotheken haben über viele Jahre an der Erstellung neuer Standards gearbeitet, darunter FRBR, RDA und Bibframe. Diese neuen Standards erzeugen eine Datenhierarchie, die alte, verhältnismäßig einfache Bibliotheksstandards sprengt. Gleichzeitig wird es für die Nutzer einfacher, in den Suchergebnissen zwischen unterschiedlichen Begriffen (wie Roman, Film, Drama), Formaten (wie E-Book, gedrucktes Buch, Hörbuch), Ausgaben, Sprachen und deren Verbindungen zu navigieren.

Die eigenen digitalen Daten der Bibliothek werden außerdem einen großen Teil des wachsenden Katalogs ausmachen. Die Bibliothek kann künftig beispielsweise ihre Veranstaltungsarbeit dokumentieren – und das in einem Umfang, den wir bisher nur erahnen können. Außerdem werden die digitale Kommunikation und Interaktion im Hinblick auf sämtliche Aktivitäten umfassender: Bibliotheken können Events in den sozialen Medien ankündigen. Außerdem ist es möglich, über die Plattformen mit den Nutzerinnen und Nutzern sowie untereinander zu kommunizieren. Zusätzlich bekommen Bibliotheksnutzer auf der Bibliothekshomepage weitere Hintergrundinfos zum Veranstaltungsthema, wenn die Bibliothek Bücher, Videos, Hintergründe oder Fotos zu einer Veranstaltung bereitstellt. Der Veranstaltungskalender kann laufend aktualisiert und eine Veranstaltung live übertragen werden. Möglich ist ein paralleler Chat, was die sozialen Medien einbindet. Nach der Veranstaltung gibt es Videos, Bilder und Metatags. Mit dieser Art der Kommunikation über ihre Aktivitäten, produziert jede Bibliothek zugleich digitale Medien. Darüber hinaus können Projekte, bei denen die Bibliothek mit anderen Akteuren zusammenarbeitet, hinzugefügt werden. Bilder von Schulklassen, Interviews mit Senioren oder Reportagen über den Bücherbus beim Besuch eines Festivals zu veröffentlichen, ist kein Problem mehr. Das gespeicherte Material kann später wiederverwendet werden. Doch die Bibliothek braucht neue, offene Metadatenformate, um diese Daten und die zugehörigen digitalen Dokumente verarbeiten zu können.

Alle Daten, die die Bibliothek produziert, interagieren mit den Daten der Umgebung. Wer möchte, kann die Metadaten der Bibliothek für seine eigenen Zwecke nutzen. Ein Beispiel ist eine Landkarten-App, die Orte zeigt, an denen sich Ereignisse in Romanen in der Gemeinde zugetragen haben. Die Suche in den Sammlungen eines Museums kann um Daten von Archiven, Bibliotheken und anderen Museen erweitert werden – mit der Möglichkeit, regional, landesweit oder sogar global zu suchen. Die Daten der Bibliothek können für lokale Hackathons zugänglich sein oder IT-Genies dazu inspirieren, neue Dienste zu generieren. Auf diese Weise macht das Bibliothekssystem alle Daten konsequent und kontinuierlich zugänglich.

Quria® ist eine digitale Plattform, die die Grenzen zwischen virtuellen und physischen Quellen aufhebt, RDA und FRBR sind von vornherein integriert. Alle Quellen und Arbeitsabläufe sind zugänglich und können von einem Ort aus verwaltet werden: die physische Büchersammlung, digitale Ressourcen, Bibliotheksaktivitäten, Veranstaltungen und elektronische Medien.

Boris Zetterlund ist Senior Advisor der Axiell-Group und war 13 Jahre bei der Stadtbibliothek im schwedischen Malmö tätig. Er arbeitet zurzeit in den Bereichen Betriebsinformation und Strategie. Als Referent tritt er bei Konferenzen in Skandinavien, Europa und den USA auf.

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