6 Schritte zu einer besseren Bibliotheks-Website – unsere besten Tipps!

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Förderung von Lesekompetenz und Lesefreude – Expertentipps für Bibliotheken

Heute gibt es etwa 750 Millionen Menschen auf der Welt, die nicht lesen und schreiben können. Alphabetisierung ist ein Menschenrecht und die Grundlage für das Lernen. Sie ist auch eine Voraussetzung für Frieden, Gleichheit und die Bekämpfung der Armut.

In Anerkennung dessen hat die UNESCO den 8. September eines jeden Jahres zum Welttag der Alphabetisierung erklärt. Ziel des Tages ist es, die Alphabetisierung als Voraussetzung für die Beseitigung der Armut, die Gleichstellung der Geschlechter und die Schaffung wohlhabender und friedlicher Gesellschaften hervorzuheben.

Zu Ehren dieses Tages haben wir Lehrer*innen und Bibliothekar*innen nach ihren besten Tipps zur Förderung der Lesekompetenz gefragt. Hier sind ihre Antworten.

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Anna Jangbrand, Schulleiterin Alléskolani Åtvidaberg

Spannende Lesung und Buchgespräch

Durch frühe gemeinsame Lektüreerfahrungen, bei denen man sich im Gespräch über das Gelesene austauscht. Dies bietet die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen und Fragen mit dem Text zu verknüpfen und an den Gedanken anderer teilzuhaben, was wiederum die Möglichkeit schafft, die Interpretation anderer zu verstehen.

Rückmeldung

Feedback zum Gelesenen. Das Stellen von Fragen auf unterschiedliche Art und Weise ermöglicht ein tieferes Nachdenken und schafft einen demokratischen Raum, in dem alle ihre Erfahrungen, Überlegungen und Fragen zum Text äußern können.

Eine vielfältiger Medienbestand

Eine reichhaltige und abwechslungsreiche Sammlung von Medien, bei deren Erwerb die Schüler*innen mitwirken können, weckt und motiviert das Interesse am Lesen.

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Tobias Gard, Bibliothekar in Trollhättan

Hören Sie Kindern zu und lassen Sie sie Texte lesen, die sie interessieren

Wir Erwachsenen können Kindern helfen, etwas zum Lesen zu finden, aber wir können nicht für sie entscheiden. Damit Kinder gerne und viel lesen, muss das Lesen Spaß machen und frei von Anforderungen sein. Verhindern Sie nicht die Lust am Lesen, indem Sie ein Kind daran hindern, etwas zu lesen, das es wirklich lesen möchte. Denken Sie auch daran, dass jede Art des Lesens eine gute Art ist. Auch das Hören von Hörbüchern ist Lesen.

Unterschätzen Sie nicht Bücher mit vielen Bildern

Die Kinder von heute sind an viele Bilder gewöhnt. Über ihre Tablets, Computer und Mobiltelefone werden sie täglich mit einer Vielzahl von Bildern konfrontiert. Das zeigt sich auch bei der Auswahl der Bücher. Junge Leute lesen heute auch gerne illustrierte Bücher und Comics. Ich sehe das nicht als Problem an, sondern ermutige alle Arten von Lektüre. Bilder können sowohl zum besseren Verständnis eines Textes beitragen als auch ihn interessanter und attraktiver machen.

Seien Sie ein Lesevorbild

Lesen Sie viel vor den Kindern in Ihrer Umgebung und erzählen Sie ihnen, was Sie lesen und warum Sie gerne lesen. Wenn Sie den Kindern sagen, dass sie lesen sollen, es aber selbst nicht tun, werden Sie nicht glaubwürdig sein. Wir Erwachsenen betonen gerne, wie wichtig das Lesen ist. Aber vergessen Sie auf keinen Fall, dass es auch Spaß macht und spannend ist.

Lesen sozial machen

Lesen ist oft etwas, das man allein tut. Sie brauchen keinen Freund neben sich, um eine spannende Geschichte aufzusaugen. Aber manchmal macht es das Lesen interessanter, wenn man es zu einer sozialen Aktivität macht. Es gibt zum Beispiel kaum ein Kind, dem nicht gerne vorgelesen wird. Außerdem führt das Vorlesen oft zu interessanten Diskussionen über Themen, die durch den gelesenen Text aufgeworfen werden. Lehrer*innen und Bibliothekar*nnen können Buchkreise einrichten, in denen die Kinder dieselben Bücher lesen und miteinander diskutieren.

Wie Sie wissen, gibt es auch Online-Communities, in denen Sie Ihre Lektüre protokollieren, über die gelesenen Bücher schreiben und spannende Buchdiskussionen mit anderen Leser*innen führen können.

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Tin Carleson, Trillevipp Literaturlehrer

Ermutigung der Leser*innen

Lesen ist so viel mehr, als sich nur mit einem Buch hinzusetzen und zu lesen. Es geht auch um das Drumherum. Es geht darum, gemeinsam über das Gelesene zu sprechen und nachzudenken, zu wissen, dass das Monster unter dem Bett etwas ist, worüber man reden kann, dass die Lutscher im Laden die gleichen sind wie in The Scrawl Spectacle. Es geht darum, etwas aus den Büchern nachzuspielen, durch den Kleiderschrank nach Narnia zu gehen und die richtigen Zaubersprüche zu kennen. Man fühlt mit einer der Figuren mit oder identifiziert sich mit ihr und möchte das Gefühl nachempfinden, das man beim Lesen hatte. Sei es ein Pullover mit Pippi Langstrumpf, ein Schal in den Farben von Gryffindor oder ein Handtuch mit der Aufschrift Don’t panic. Es ist ein Zeichen, ich bin ein Leser, und vielleicht eine Einladung zum Gespräch!

Unterscheiden Sie zwischen Lesepraxis und Leseerfahrung

Das Lesen muss geübt werden, ebenso das Dekodieren, der Wortschatz und all die anderen Dinge, die zur Kunst des Lesens gehören, aber um Leser*in zu bleiben, braucht man die Liebe zum Lesen! Wenn man erst einmal mit dem Lesen angefangen hat, kommt einiges davon mit, zum Beispiel der Wortschatz. Aber für Leseanfänger*innen ist die Kunst des Lesens selbst so anstrengend, dass die Geschichte selbst nicht immer mit einbezogen wird. Vor allem brauchen Sie inhaltlich und textlich einfachere Bücher, wenn Sie sich das Lesen aneignen wollen.

Für das Leseerlebnis hingegen stehen die Geschichte, der Inhalt und das Abenteuer im Vordergrund. Es ist entspannend, einfach, aufregend und kann direkt in die Seele gehen. Um das Vergnügen des Lesens zu finden, müssen die Leser*innen das Buch auf die eigene Art und Weise aufnehmen, ohne dass mit dem Lesen Aufgaben verbunden sind. Wenn man sich dafür entscheidet, das Buch anzuhören, können auch unbedarfte Leser*innen ein kompliziertes und dickes Buch aufnehmen. Das kann ein vorgelesenes Buch sein, ein Hörbuch aus der Bibliothek.. Um lesen zu wollen, muss man die Schätze auf den Seiten des Buches verstehen, und das kann man zum Beispiel durch Zuhören erreichen!

Das richtige Buch für das richtige Kind finden

Es gibt viele gute Bücher, aber nicht alle Bücher sind für alle Kinder geeignet. Es gibt natürlich mehrere Aspekte. Das Layout und die Typografie. Es sollte genau die richtige Menge an Text in der richtigen Schriftgröße, mit dem richtigen Zeilenabstand und mit der richtigen Menge an Bildern für die spezielle Zielgruppe enthalten sein. Und dann ist da natürlich noch der Inhalt. Fantasie oder realistisch? Historisch oder zeitgenössisch? Tiere oder Menschen? Wie sollte sie erzählt werden? Es geht nur darum, den richtigen Weg zu finden. Gute Begegnungen zwischen Büchern und Kindern entstehen oft durch die Zusammenarbeit zwischen denjenigen, die das Kind, die Schüler*innen und ihre Interessen kennen (Lehrer*innen, Eltern), und denjenigen, die die Bücher kennen (Bibliothekar*innen), sowie den zukünftigen Leser*innen. Es braucht manchmal etwas Zeit, aber es gibt für jedes Kind ein passendes Buch. Man muss sie nur finden!

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